Vati kann nicht! - Vatikan in der Finanzkrise
Einerseits möchte Gottes selbst ernannter Stellvertreter auf Erden mit einer Enzyklika „Caritas in veritate“ zur Besinnung auf die Katholische Soziallehre aufrufen, zur mitmenschlichen karitativen Liebe und Wahrhaftigkeit und zu menschenwürdigem und ökologischen Wirtschaften.
Gleichzeitig schmolz gerade ein wesentlicher Anteil der Geldanlagen der Vatikanbank dahin. Der institutionalisierte Judasbeutel hat seine verräterischen Geschäfte trotz konservativer Anlage-Strategien zu einem nicht unwesentlichen Teil in den Sand gesetzt. Geld der gläubigen Steuerzahler.
US-Immobilienwertpapiere und Goldman-Sachs-Fonds sowie sinkende Spendeneinnahmen und wachsende Sicherheitsausgaben des Vatikan schmolzen seine Bank leer.
Der Governatorat muss seine Bilanz für 2008 mit einem Defizit von – man höre und staune – 9 Millionen Euro – abschließen. Eigentlich wollte Johannes Paul II bereits mit den mafiosen Strukturen der Vatikanbank IOR (=Instituto per le Opere die Religione) aus den 80er Jahren aufgeräumt haben.
Vielleicht kann der Vatikan ja sein Inventar versteigern. Dann würde das Defizit bestimmt bald behoben sein. Jedenfalls hätte der Religionsstifter des Christentums, Jesus von Nazareth, nie eine Religionsorganisation dieser Art gegründet. Soviel ist sicher!
© Autor: Harald Schuster
