US-Verbraucherpreise - Niedrigste Jahresrate seit 1950

Die Verbraucherpreise in den Vereinigten Staaten sind im Juni so stark gefallen wie seit Anfang 1950 nicht mehr. Wie das US- amerikanische Arbeitsministerium verkündete, lagen die Lebenshaltungskosten um 1,4 Prozent unter dem Niveau vom entsprechenden Vorjahresmonat. Grund für diese Entwicklung waren Energiepreise, die 25,5 % niedriger waren als im Juni letzten Jahres. Mai hat sich die Jahresteuerungsrate auf minus 1,3 % belaufen.

In der Kernberechnung, ohne Energie und Nahrungsmittel, lagen die Verbraucherpreise nach Angaben des Ministeriums um 1,7 % (Mai: plus 1,8) höher als ein Jahr zuvor.
Anders als es die Jahresentwicklung von den Energiepreisen (aufgrund des Basiseffekts) darstellt, zogen die US-Verbraucherpreise im Juni auf Monatssicht deutlich an. Gegenüber Mai stiegen sie in der “Headline”-Abgrenzung um 0,7 % (Mai: plus 0,1) und in der Kernabgrenzung um 0,2 % (plus 0,1). Erwartet waren entsprechende Preisindexanstiege um 0,6 bzw. 0,1 Prozent.

Grund für die stärker ausgefallene Zunahme des Gesamtindex war auch die Entwicklung der Energiepreise, welche auf Monatssicht um 7,4 % stiegen. Dabei erhöhte sich der Preis für Benzin um 17,3 %. Die Nahrungsmittelpreise blieben dafür im Juni stabil gegenüber dem Vormonat.

© Riccarda Löffler

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