Steinbrück auf der Suche nach neuen Lösungen
Deutschlands Bundesfinanzminister hat Zweifel, ob die Einrichtung von Bad Banks, welche vom Bundestag beschlossen wurde, ausreicht, um die Versorgung der Wirtschaft mit Krediten wiederherzustellen. Er ist entschlossen, noch mehr zu tun.
Die «Stabilisierung» des Finanzsektors durch Bad Banks sei notwendig, wie Peer Steinbrück (SPD) der Zeitung “Bild am Sonntag” mitteilte. Aber eines sei sicher «Ob sie ausreicht, muss sich zeigen.»
Falls die Wirtschaft weiter nicht ungenügend mit Krediten versorgt werden würde, warnte Steinbrück deutlich vor weitergehenden Maßnahmen: «Für den Fall, dass es im zweiten Halbjahr zu einer echten Kreditklemme kommt, wird die Bundesregierung zusammen mit der Bundesbank nach Lösungen suchen müssen.»
Somit sollte man über Maßnahmen nachdenken, die es noch nicht gegeben habe, so der Finanzminister. Als ihm die Frage gestellt wurde, ob er da an die Zwangskrediteinführung denke, sagte Steinbrück, er wolle momentan nichts dazu preisgeben. Jedoch müsste ale Anstrengungen unternommen werden, um die Wirtschaft mit Krediten zu versorgen.
Steinbrück übte Kritik an der Praxis der Kreditvergabe an Banken. Dem Anschein nach bekämen diese momentan sehr viel Geld von der Bundesbank für den äußerst niedrigen Zinssatz von einem Prozent. «Die Banken jedoch stecken das Geld derzeit viel lieber in den Handel mit Devisen, Rentenpapieren und Aktien statt es als Kredite weiterzugeben», so der Bundesfinanzminister.
Am Freitag beschloss der Bundestag letztendlich die Einrichtung von Bad Banks. Dahin sollen notleidende Banken ihre derzeit nahezu wertlosen Wertpapiere lagern, um sich stabilisieren zu können.
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