Staat ist bereit, Opel zu helfen - Opel will keine Verstaatlichung
Wie berichtet wurde, will das Tochterunternehmen von General Motors, Opel, in einer Notfall-Situation eine milliardenschwere staatliche Unterstützung um auf dem Finanzmarkt überleben zu können, Investitionsplanungen zu decken und gewappnet den anstehenden schweren Zeiten zu gegenüber zu stehen. Von 1,8 Mrd. € soll in den Verhandlungen mit der Regierung für eine Bürgschaft im Raum stehen, davon 1,3 Mrd. € für das Jahr 2009 und im folgendem Jahr noch einmal 500 Mio. €.
Schlechte Zeiten geplant
Die Vorstandsetage des Konzerns sieht eine schwere Zeit vor sich und weist jetzt schon voraus, dass im den nächsten Monaten und Jahren die Autokäufe sinken, wie es in den letzen Monaten schon zu beobachten waren. Als Antwort sieht die Chefetage neben einer Volumenreduzierung in den Werken, eine Verringerung der Arbeitsauslastung, wie eine 30-Stunden-Woche nur die Lösung einer staatlichen Bürgschaft.
Die Angst vor DDR-Verhältnissen
Die große Angst die Top Management und Belegschaft plagt, ist eine mögliche Verstaatlichung des Unternehmens und somit zu einen „Volkseigenen Betrieb“ zu transformieren. Die Regierung sah schon mögliche Pläne in Form einer zeitweiligen Verstaatlichung bis zum Ende der Krise, um dann an private Investoren weiterzuverkaufen. Doch da wollen die Herren um Opel-Geschäftsführer Hans Demant nicht mitspielen und sehen eine eigenständige Überwindung der Krise als einzige Möglichkeit.
Auch eine Loseisung von GM nicht vorstellbar
Auch General Motors profitiert trotz Krise noch von den Opel-Verkäufen und würde durch eine Trennung von Mutter- und Tochterunternehmen noch näher an eine Pleite herantreten. Opel selbst sieht einen Alleingang als unvorteilhaft und selbstmörderisch, da die Entwicklungskosten weiter steigen und technologischer Fortschritt allein nicht zu meistern sei. Eine Abspaltung von GM ist somit wohl nicht zu erwarten.
Bis Dezember steht Entscheidung
Bis Dezember haben die Bosse bei Opel Zeit, Ihre Entscheidung zu fällen und das Vorhaben einer stattlichen Bürgschaft in Angriff zu nehmen. Doch dies sei nur eine Entscheidung im schlimmsten Fall. Opel meint, auch ohne Bürgschaft eine anstände Liquidität zur Verfügung zu haben und die Krise so zu überstehen. Wie sich diese Sachlage entwickelt, bleibt abzuwarten. Doch interessanterweise ist anzumerken, dass die Wirtschaft nach staatlicher Hilfe „schreit“ und wenn der Staat bereit ist einzugreifen, dann lehnen sie entweder die staatliche Hilfe ab oder wollen dafür keine eigenen Opfer bringen.
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