Neue Rettungspläne für die Banken
Während die Commerzbank Millionen an staatlicher Finanzhilfe annimmt, lehnt der Chef der Deutschen Bank Josef Ackermann jede Unterstützung von der deutschen Regierung weiter ab und macht gleichzeitig Verluste. Dass der zuerst eingeführte Rettungsschirm der Banken auch nicht die erhoffte Wirkung zeigt, könnte seine Position etwas stärken. Doch die Regierung legt nach: Ein weiteres Rettungspaket soll folgen und könnte als „Bad Bank light“ bekannt werden.
Die Banken leihen sich gegenseitig kaum Geld. Die Regierung will sich nicht an weiteren Banken beteiligen und auch keine weiteren Verluste hinnehmen. Damit das gegenseitige Vertrauen der Banken aber verstärkt und die Abwärtsspirale gestoppt wird, denkt der Staat zurzeit an eine „Bad Bank light“- Strategie.
Da der Staat nicht alle Risiken übernehmen will, wird an eine „Ausgleichsforderung“ gearbeitet. Dabei könnten die Finanzinstitute Abschreibungen in Höhe von bis zu 400 Milliarden Euro bei der SoFFin auslagern. Die Geldhäuser könnten somit schnell entlastet werden. Als Gegenzug müssten sie ihre „giftigen“ Wertpapiere langfristig von über 40 Jahren selbst finanzieren und ein Teil der Gewinne an den Staat zahlen.
Die Deutsche Bank hatte im letzten Quartal 2008 4,8 Milliarden Euro verloren, einen Verlust in dieser Dimension gab es in der 140-jährigen Geschichte der Deutschen Bank noch nie. Doch ihr Chef Ackermann will weiterhin die Krise ohne die Hilfe vom Staat meistern. Einige bewundern ihn dafür, aber es gibt auch einige Kritiker. Sie weisen auf die bessere Lage der Konkurrenten. Diese hätten zwar während der Krise mehr Verluste gemacht, mit der Hilfe vom Staat stünde sie jetzt jedoch besser da.
