Globale Finanzkrise - Ostasien
Wie sieht die Lage der Volkswirtschaften in Ostasien aus?
Wurde von Experten in Zeiten der Finanzkrise zunächst von China ein positiver Effekt erwartet, dämpft sich diese Schätzung angesichts aktueller Daten aus Ostasien. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ist ebenso von der Finanzkrise hart getroffen worden. Wenn es ihr nicht gut geht, dann leiden auch die anderen Länder in der Region darunter, von Taiwan, Südkorea und Thailand bis Japan. Viele der Länder werden dabei wieder an die
Asienkrise vor knapp einem Jahrzehnt erinnert.
In der derzeitigen globalen Finanzkrise wurden in China bereits zahlreiche Fabriken geschlossen oder die Produktion zum Teil reduziert. Diese Maßnahmen treffen besonders die dortigen Wanderarbeiter. Das Land musste deshalb bereits Millionen in die Arbeitslosigkeit entlassen.
Sowohl für die Importe als auch für die Exporte werden für China keine positiven Zahlen mehr geschrieben. Der Rückgang der Importe lag im letzten Quartal des vergangenen Jahres bei 8,8 Prozent, während das exportreiche Land nur noch einen Zuwachs seiner Exporte von 4,3 Prozent melden konnte.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Südkorea und der Außenhandel Japans sind seit Jahrzehnten nicht so schlecht ausgefallen, wie jetzt am Ende des letzten Jahres.
Die chinesische Regierung hat im Zuge der Finanzkrise ein gigantisches Konjunkturprogramm von umgerechnet über 400 Milliarden Euro beschlossen. In Japan ist man dabei die Schulden der Finanzinstitute zu tilgen.
Asienkrise
Den Menschen in Ostasien trifft die Krise hart. Vor knapp zehn Jahren wütete dort bereits eine Finanzkrise. Damals konnte durch internationale Unterstützung das Land Südkorea vor dem Staatsbankrott gerettet werden. Als Ursachen der Asienkrise wurden auch damals unter anderem exzessive Investitionen und Kreditaufnahmen angeführt.
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