Finanzkrise in Detroit – Die Autostadt kämpft ums Überleben
In der Finanzkrise kann der legendären Autostadt Detroit nur noch ein Rettungspacket der US-Regierung weiterhelfen. Wer hier früher bei einem der großen Autokonzerne arbeitete, rechnete mit einem gutem Einkommen und Krankenversicherungen für die gesamte Familie. Von einer ehemals reichen und blühenden Stadt ist heute jedoch nicht viel geblieben. Bereits vor der Finanzkrise war hier der Boom am Ende angelangt und es ging stetig bergab.
Hier stehen die großen Fabriken von Ford, General Motors und Chrysler – einer der besten Anbieter für Arbeitsplätze. Früher lebten die Leute in großen Häusern, die sie sich eigentlich nicht leisten konnten. Sie konsumierten und investierten. In Zeiten der Finanzkrise fielen jedoch viele Arbeitsplätze weg und etliche der großen Häuser stehen nun leer. Die Arbeitslosenquote liegt bereits bei 16, 2 Prozent, immer mehr Menschen, die davon betroffen sind, sinken in die Armut.
Rettungspacket für die Autokonzerne
Ein Rettungspacket der US-Regierung, soll nun auch in Detroit helfen – wie in vielen Gegenden der Welt. Die Notkredite von 17,4 Milliarden Dollar könnten die angeschlagene Autoindustrie von Chrysler und General Motors am Leben halten, die Immobiliengeschäfte stimulieren und die Nachfrage nach Investitionsgütern steigern. Das Rettungspacket soll die schwersten Schäden der Finanzkrise abwenden und Arbeitsplätze sichern.
Kritiker nennen als Gründe des Niedergangs in Detroit nicht nur die Finanzkrise, sondern auch Arroganz der Unternehmer. Während die Welt über energiesparende Autos denkt und andere Hersteller daran bauen, werden in Detroit schwere Geländeautos ausgeliefert. Detroit hatte immer wieder mit Finanzkrisen zu kämpfen, aber hier hoffte man auch immer wieder auf Rettungspackete der US-Regierung, die das schlimmste verhindern sollten. Die Dauerkrisen verbesserten die lange schlechte Beziehung der Autobosse zur Regierung kaum. Denn auch nach dem Rettungspacket mit einer Milliardenhilfe zeigt GM-Produktchef Bob Lutz keine Einsicht und wirft der US-Regierung vor, eine Änderung vor allem der Energiepolitik versäumt zu haben.
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