Entwicklung in Deutschland während der Finanzkrise

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin hat am Freitag (09.01.09) konkrete Zahlen zur Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Zuge der globalen Finanzkrise genannt.Das produzierende Gewerbe muss mit mehr Einbußen, als zuvor erwartet, rechnen. Die hohen durch die Finanzkrise verursachten Rückgänge hat es seit der Wiedervereinigung Deutschlands nicht mehr gegeben und überraschen selbst Wirtschaftsexperten.

Laut dem Bericht des Wirtschaftsministeriums wurde für  Deutschland im Vergleich zum Dezember 2008 eine Produktionseinbuße preis- und saisonbereinigt von 3,1 Prozent errechnet. Diese Rückgänge hatten nicht einmal die Volkswirte erwartet. Sie hatten mit einem Minus von 2,0 Prozent gerechnet.

Dem Bericht zufolge gab es in allen drei industriellen Hauptgruppen Produktionsrückgänge. Die Produzenten der Vorleistungsgüter seien davon am stärksten betroffen. Hier wurden Einbußen von 6,0 Prozent gemeldet. Bei den Investitions- und Konsumgüterproduzenten lag ein Minus von 2,2 Prozent bzw. 1,1 Prozent vor. Besonders stark betroffen sind in der Finanzkrise auch die Fahrzeugbranche und die Chemieindustrie. Im Vergleich zum Vorjahresmonat meldeten sie einen Rückgang der Einnahmen von 14,6 Prozent. Positives haben lediglich die Maschinenbauer zu melden. Sie schafften ein Umsatzplus von 0,5 Prozent.

Fortsetzung des Trends

Die Abwärtsentwicklung wird vom Bundeswirtschaftsministerium für die kommenden Monate in Deutschland weiter attestiert. Es wird erwartet, dass die rückläufigen Bestellungen zunächst andauern werden. Die nachlassende Nachfrage aus dem In- und Ausland führt zu weiteren Einschränkungen in der Industrie.
Angesichts der Produktionsrückgänge wird auch in Deutschland eine höhere Arbeitslosenzahl befürchtet, die in anderen europäischen Ländern wie in Spanien bereits eingetreten ist. Dort hat die Arbeitslosenquote im Vergleich zu anderen Ländern in Europa den höchsten Stand erreicht.

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