Ende von General Motors Opels Neustart?

Die Insolvenz von GM rückt näher.
Nachdem die Verhandlungen des Generals-Motors-Konzern mit den Gläubigern gestern vorläufig gescheitert sind, bleibt ihm nichts anderes, als den Weg in eine, wie Wirtschaftsminister zu Guttenberg formulieren würde, „geordnete Insolvenz“! 20 Milliarden US-Dollar kostete der GM-Ruin den amerikanischen Steuerzahler bereits. Weitere 90 Milliarden müssten dann nachgeschoben werden, damit es noch geordnet zugehen kann!

Die GM-Aktie ist nichts mehr wert.
General Motors bot den Gläubigern als Alternative zu 27 Milliarden Schuldentilgungen 10 Prozent des Unternehmens in Form von Aktienbeteiligungen an. Doch diesen traut zur Zeit keiner der Gläubiger. Der Aktienwert einer GM-Aktie liegt zur Zeit bei etwa 1 Euro! Sie lehnten das Angebot ab. Der Obama-Administration wäre eine Insolvenz-Vermeidung lieber als alles andere.

Ultimatum für GM-Gläubiger läuft Pfingstmontag aus.
Bis Pfingstmontag haben die Gläubiger noch Zeit, ihre Vorentscheidung zu überdenken.
Falls sie bis dahin kein amerikanischer Gründergeist inspirieren sollte, wird GM laut Planungen mit der Obama-Regierung zu drei Vierteln ein amerikanisches Staatsunternhemen werden (wir berichteten)!

Opel darf selbständig werden!
Die Zurückweisung der Gläubiger geht mit der GM-Entscheidung einher, Opel in die Selbständigkeit zu entlassen. Dies wurde als „schriftlich beschlossen“ von Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz gestern abend bestätigt. Die „Opelaner“ schöpfen neue Hoffnung.

Opels künftige Marktentwicklung ist noch unbestimmt.
Offen bleibt die Frage, wie sich Opel innerhalb der deutschen, der europäischen und der internationalen Auto-Bauer-Konkurrenz wieder mausern will.
Die Investorverhandlungen mit Magna, Fiat und anderen im Zusammenspiel mit dem Wirtschaftsministerium laufen weiter.

Umrüstung auf umweltschonende Modelle wäre wünschenswert!
Ein Investitions- und Aufbauprogramm hin zur Produktion ökologisch sinnvoller Transportmittel, beispielsweise elektro- und wasserstoffangetriebener Fahrzeugen wäre angesichts der CO2-Treibhauseffekte und der Öl-Verknappung und -Verteuerung wünschenswert. Wenn das Öl in wenigen Jahrezehnten zur Neige geht, müssen sich die 6 Milliarden Menschen auf dem kleinen Planeten „Erde“ ohnehin umstellen!

Phoenix, erheb Dich aus der Asche!

© Autor: Harald Schuster

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