Die Weltfinanzkrise unter den russischen Oligarchen
In Russland leben viele der Millionäre und Milliardäre. Umso größer wird hier die Beziehung zwischen Politik und Wirtschaft gepflegt und gefördert. Haben einmal die Wirtschaftbosse den Politikern unter die Arme gegriffen, sind es heute die Politiker, die in der Finanzkrise den angeschlagenen russischen Firmen zu Hilfe kommen.
Während der Finanzkrise haben die Superreichen Suleiman Kerimow, Roman Abrahmowitsch und viele andere, trotz ihrer Unternehmungen in verschiedenen Branchen, eines gemeinsam. In der globalen Finanzkrise sind alle betroffen, von drastisch einbrechenden Kursen, von Rückgang der Renditen und von Millionen und Milliarden Schuldenbergen. Die Russen sollen in der Finanzkrise mehr als 200 Milliarden verloren haben, während die russischen Firmen und Banken auf einem Schuldenberg von über 360 Milliarden sitzen. Gemeinsam ist allen mehr oder weniger auch, dass sie die finanziellen Soforthilfen von der russischen Regierung annehmen wollen, wie es bereits einige Unternehmen angekündigt haben.
Verstaatlichung der Firmen?
In Russland schlagen die Alarmglocken, wenn die Politik mehr Spielraum in der Wirtschaft gewinnt. Zu Zeiten der Finanzkrise warten etliche russische Unternehmen jedoch bereitwillig auf ein finanzielles Hilfspaket vom Staat. Will die Regierung in der Finanzkrise das zur Privatwirtschaft entwickelte System wieder umkehren und mehr Staatsbesitz anhäufen, fragen sich die Kritiker. Andere Stimmen wollen beruhigen. Nach der Finanzkrise würden die Verstaatlichungen sicher wieder rückgängig gemacht.
Die Expansion der russischen Unternehmen in Richtung Westen und auf dem globalen Markt wurde vorerst von der Finanzkrise gestoppt. Die Verkäufe einzelner Anteile der Unternehmen sowie die Staatshilfen könnten für die russischen Oligarchen zu einem Schuldenausgleich und zu neuen Investitionen führen.
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