Das Konjunkturpaket II der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat mit dem neuen Konjunkturpacket II ein Maßnahmenmix gegen die Finanzkrise zusammengestellt.

Es beinhaltet 50 Milliarden Euro sowohl für Abgabensenkungen als auch für staatliche Investitionen. Wie soll die Finanzkrise eingedämmt werden und wer wird dabei entlastet?

Nach langer Diskussion gibt es nun in Deutschland ein zweites Konjunkturpaket. Folgende Pläne wurden von Angela Merkel unter anderem für das Jahr 2009 vorgestellt:

  • Anhebung des Grundfreibetrags bei der Einkommensteuer um 170 Euro auf 7834 Euro

  • Verschiebung der Tarifeckwerte um 400 Euro

  • Senkung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung ab Juli 2009 um 0,6 Prozentpunkte auf 14,9 Prozent

  • einmaliger Bonus von 100 Euro für jedes Kind im März/April

  • 18 Milliarden Euro für Infrastruktur (Ausbau von Schulen, Städtebau, Straßen etc.)

  • teilweise Erstattung der Sozialbeträge bei Kurzarbeit von der Bundesagentur für Arbeit

  • über 2 Milliarden Euro für Qualifizierungsmaßnahmen für u.a. Langzeitarbeitslose, Arbeitssuchende ohne Abschluss

  • Bei Stilllegung eines mindestens neun Jahre alten Autos und beim Kauf eines neuen Autos der Schadstoffklasse Euro-4, können Autobesitzer bei Einhaltung weiterer Bedingungen eine so genannte „Abwrackprämie“ von 2500 Euro kassieren.

  • Aufstockung des Bürgschaftsrahmens des Bundeswirtschaftsministeriums für Inlandsdarlehen für Unternehmen auf 100 Milliarden Euro.

Konsumreiz durch Entlastungen

Die Maßnahmen des zweiten Konjunkturpakets sollen zur Entlastung sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber in Deutschland dienen. Erhofft wird dadurch ein höherer Konsum, weil die Menschen dann mehr zum Ausgeben haben. Die Strategien sollen auch die Kredite an Großunternehmen absichern. Der Bundestag wird sich im Februar ein weiteres Mal ausführlich mit dem Konjunkturpaket II auseinandersetzen.

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