Arcandor in der Finanzkrise

Die Arcandor AG steht nun auch mit Ihren Unternehmen mehr denn jetzt am Finanziellen Abgrund. Trotz langjähriger Versuche das Unternehmen dauerhaft in schwarze Zahlen zu bringen hat nun die Falle der Finanzkrise bei Arcandor endgültig zugeschnappt. Oder gehört die Arcandor AG gar nicht zu den Konzernen die durch die Finanzkrise in rote Zahlen gekommen sind?

Der seit März 2009 gestellte Chef der Arcandor AG Karl-Heinz Eick , Nachfolger von Thomas Middelhoff, versucht nun den Konzern mit allen Mitteln zurück in schwarze Zahlen zu führen.
Doch ohne einen Verkauf, eine Abspaltung einzelner untergeordneter Konzerne, eine Anhebung der schon bestehenden Kredite oder die durch Verdi geforderten Stadtzuschüsse dürfte das kaum möglich sein für den Arcandor Konzern.

Überlegt wird nun über eine Ausgliederung von ca. 12.500 Mitarbeitern in ein neues und eigenes Unternehmen ARTIS das unabhängig von Arcandor geführt wird. Dazu müssten die Luxuskaufhäuser ,wie das KaDeWe in Berlin, das Alster Haus in Hamburg und Oberpollinger in München, sowie rund 1500 Quelle-Filialen und 8 Karstadt Filialen umstrukturiert werden .
Eine weitere Möglichkeit ist der Verkauf der Luxuskaufhäuser für die es laut Aussagen von Eick schon Interessenten gäbe über die er aber bisher nichts genaueres verlauten lies.
Im Kernunternehmen bleiben der Touristikveranstalter Thomas Cook und die Unternehmensgruppe Primondo zu denen unter anderm die Marken Quelle.de, Baby-Walz und der shopping Sender HSE 24 gehören. Ebenso ein Teil der Karstadt Filialen und Karstadt Sport. Diese sollen nun eine neue Kundensparte der Mittelverdiener ansprechen und durch ein gezielteres Warenangebot vor allem für Frauen zwischen 35-65 attraktiver werden.

Fragt sich nur welcher Weg für die Arcandor AG am effektivsten ist bzw. wie man so viele Arbeitsplätze wie möglich erhält. Zugeständnisse der Mitarbeiter werden allerdings nicht erwartet, da ein laufender Sanierungstarifvertag schon 350 Millionen Euro allein durch Mitarbeiter einsparte.

Der ehemalige Konzernchef Middelhoff hatte noch im letzten Jahr einen Sonderbonus von rund 2,3 Millionen Euro erhalten ( bei einem Grundgehalt von 1,2 Millionen Euro) für das erreichen gesetzter Ziele obwohl in diesem Jahr ein Verlust von 746 Millionen Euro zu verbuchen waren.
Selbst die stellvertretende Verdi Chefin und die im Arcandor- Aufsichtsrat sitzende Margarete Mönig- Raane wurde über diesen Sonderbonus nicht informiert und ist empört.
Sie fordert mehr Transparenz der Vertragsunterlagen gegenüber dem Vorstand.

Zu erwarten bleibt wie das Unternehmen diese Krise angeht oder ob doch viele Arbeitsplätze verloren gehen werden und die Arbeitslosenquote erneut steigen wird.

von: Anne Meyer

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